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Streuobstführung in Pfullingen am 03.10.2025

In diesem Jahr konnten wir die Streuobstbestände rund um Pfullingen kennenlernen. Bei angenehmer Witterung trafen sich acht Vereinsmitglieder am Tag der Deutschen Einheit um unter Führung von Fabio Ruoff nach Sorten-Raritäten Ausschau zu halten. Die besuchten Streuobstwiesen ziehen sich als Band vom Echaztal kommend einmal die Hänge des Ursulabergs entlang. Ein hoher Anteil der Wiesen war gepflegt, und dass sich die Pfullinger noch um ihr Streuobst kümmern, konnten wir hautnah miterleben. Denn als wir wie weitere Feiertagsausflügler das schöne Wetter und die Landschaft genossen, waren sehr viele Stücklesbesitzer fleißig am Obst aufklauben. Allerdings zeigen auch die Pfullinger Wiesen die bekannten Probleme mit Überalterung, Vergreisung, Mistelbefall und Schwarzen Rindenbrand.

Gleich zu Beginn sahen wir das Highlight unseres Rundgangs, einen mächtigen Birnbaum der Sorte „Owener Mostbirne“. Es sollte nicht die einzige bemerkenswerte Birnen- und Apfelsorte bleiben. Neben den bekannten Sorten wie „Schweizer Wasserbirne“, „Metzer Bratbirne“ und „Palmischbirne“ (Walter fand noch ansehnliche Früchte) konnten wir auch eher seltene Sorten wie „Betzelsbirne“ und „Knollbirne“ antreffen. Eine Besonderheit waren noch die von weitem „fächerförmig“ anmutenden Bäume der „Schweizer Bratbirne“, in Pfullingen kurz „Schweizer Birne“ genannt. Warum diese sonst kaum verbreitere Sorte gerade in Pfullingen einen Verbreitungsschwerpunkt hat, konnte auch Fabio Ruoff nicht sagen. Am höchstgelegenen Punkt der Tour fanden wir noch in einer Hecke eingewachsene Apfelbäume, von denen die Früchte eines Vertreters doch sehr nach Luiken aussahen.

Zum Abschluss gab es noch einen tollen Blick auf die Achalm. Beim abschließenden gemeinsamen Essen konnten wir die gesammelten Eindrücke noch mal Revue passieren lassen. Einen herzlichen Dank für die tolle Organisation und Durchführung geht an Fabio Ruoff.